Weil bis zu 15 Prozent aller Menschen Meningokokken-Keime im Nasen-Rachenraum tragen und diese durch Husten, Niesen oder Küssen auf andere übertragen, können wir im Alltagsleben diesen Erregern nicht „entkommen“.
Allerdings schützen die neuartigen Konjugat-Impfstoffe vor der aggressiven Gruppe der C-Meningokokken (nicht jedoch vor B-Meningokokken). So genannte Kombinations-Impfstoffe gegen Meningokokken der Serogruppen A und C (bivalent) und der Serogruppen A, C, W135 und Y (tetravalent) haben sich zwar zur Eindämmung bei lokalen Meningokokken-Ausbrüchen als effektiv erwiesen. Sie stimulieren allerdings bei Erwachsenen keine lang anhaltende Immunantwort, und bei Kindern unter 2 Jahren führen sie überhaupt zu keiner ausreichende Antikörperbildung. Sie sind deshalb zur routinemäßigen Anwendung nicht geeignet.
Erkrankt ein Mensch an dieser meldepflichtigen Krankheit, wird Kontaktpersonen in aller Regel eine spezielle Antibiotika-Therapie verordnet.