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| Fragen & Antworten |
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Sie finden hier eine Zusammenfassung der häufigsten Fragen rund um die Meningokokken.
Gern beantworten wir aber auch Ihre individuellen Fragen.
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| 1-10 Fragen und Antworten von 18 |
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Was sind Meningokokken?
Meningokokken sind Bakterien. Sie können zu einer "invasiven" Meningokokken-Erkrankung führen und in der Folge zum Tod oder zu schwersten Folgeschäden. Bis zu 15 Prozent aller Menschen tragen diese Erreger im Nasen-Rachenraum und können sie auf andere übertragen, ohne selbst zu erkranken. Und bei einer Reihe von Infizierten bricht die Krankheit schließlich aus. Meningokokken werden in verschiedene Sero-Gruppen gegliedert: In Europa sind im Wesentlichen die Serogruppen B (Impfschutz ist nicht möglich!) und C (Es gibt eine Imfpung!) bedeutsam. In manchen Regionen Afrikas kommen auch die Serogruppen A, W135 und Y häufig vor.

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Warum sind Meningokokken so gefährlich?
Eine "invasive" Meningokokken-Krankheit kann schlagartig auftreten und innerhalb weniger Stunden den Tod eines gesunden Menschen - jeden Alters, besonders häufig aber von Kindern und Jugendlichen - verursachen. Sie verursacht sehr oft eitrige Gehirnhautentzündung ("Meningokokken-Meningitis") und/oder Blutvergiftung ("Sepsis"). Bei etwa 20 Prozent der Menschen, die an dieser Form der Gehirnhautentzündung erkranken, bleiben Folgeschäden des Gehirns, des Rückenmarks und/oder Hörschäden zurück. Bei den an Blutvergiftung Erkrankten kann es zu Multi-Organversagen und Amputationen von Gliedmaßen kommen. Rettung kann nur eine rechtzeitige Antibiotika-Behandlung bringen.

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Wie werden Meningokokken übertragen?
Per Tröpfcheninfektion: Also durch Husten, Niesen, Schmusen oder Küssen, eventuell auch durch das Trinken aus demselben Glas innerhalb kurzer Zeit. Das Erreger-Reservoir ist ausschließlich der Mensch, Meningokokken können deshalb außerhalb unseres Organismus nicht überleben. Bis zu 15 Prozent aller Menschen tragen diese Keime im Nasen-Rachenraum: Sie sind sogenannte asymptomatische Träger, die zwar nicht selbst an der Meningokokken-Krankheit erkranken, jedoch andere Menschen anstecken können. Und bei manchen bricht dann eben doch eine lebensgefährliche invasive Meningokokken-Krankheit aus.

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Kann man sich durch Küssen oder Sex anstecken?
Ja. Menschen, die diese Erreger im Nasen-Rachenraum tragen, können sie durch Tröpfcheninfektion auf andere übertragen. Das man sich angesteckt hat, bedeutet natürlich noch lange nicht, dass eine „invasive“ Erkrankung bei einem ausbricht – das passiert in Österreich bei etwa 100 Menschen pro Jahr.

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Wer erkrankt am häufigsten?
Im Prinzip kann jeder Mensch an einer Meningokokken-Krankheit erkranken: 9 von 10 Personen kommen im Laufe ihres Lebens mit Meningokokken in Kontakt. Allerdings entwickeln nur wenige die lebensgefährliche „invasive“ Erkrankung: In Österreich werden rund hundert Fälle pro Jahr gemeldet. Kinder bis 5 Jahre machen bis zu 50 Prozent aller Meningokokken-Erkrankungen aus: Bei ihnen ist das Immunsystem noch nicht voll entwickelt. Die zweite Risikogruppe mit rund 20 Prozent aller Fälle sind Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren: In diesem Alter steigt die Ansteckungsgefahr, weil es vermehrt zu sozialen Kontakten kommt, etwa bei Disco-Besuchen, Partys, Ferien- oder Sprachreisen.

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Wann erkrankt man am häufigsten?
Während der Schnupfen- und Grippe-Zeit im Winter und Frühjahr kommt es auch besonders häufig zu Meningokokken-Infektionen: Weil die Erreger zum Beispiel durch Husten oder Niesen auf andere Menschen übertragen werden. Bei geselligen Veranstaltungen, auf Schiurlauben und Ferienreisen, zu Sylvester oder in der Faschingszeit, steigt das Ansteckungs-Risiko zusätzlich. Ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe generell auch bei Aufenthalten in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen, Jugendherbergen, Internaten, Studentenwohnheimen oder Kasernen: Dort wird durch engen Kontakt die Übertragung erleichtert.

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Welche Länder haben eine erhöhte Erkankungsrate?
Eine Reihe beliebter Reiseziele weist eine erhöhte Meningokokken-Erkrankungsrate auf: z. B. Großbritannien, Spanien, Portugal, Irland, Niederlande, Belgien, Teile von Kanada und Frankreich. Wer sich also vor C-Meningokokken schützen will, sollte sich vor Reisebeginn mit einem Konjugat-Impfstoff impfen lassen. Es genügt eine einmalige Impfung spätestens drei bis vier Wochen vor Reiseantritt (Ab dem vollendeten ersten Lebensjahr genügt eine einzige Impfung).
Vorsicht: Gegen B-Meningokokken gibt es noch keinen Impfstoff!
In manchen Regionen Afrikas kommen auch die Serogruppen A, W135 und Y häufig vor. Für Besucher steht kombinierter („tetravalenter“) Impfstoff zur Verfügung.

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Wie erkennt man eine Meningokokken-Krankheit?
Die ersten Anzeichen sind jenen einer Erkältung oder Grippe ähnlich: Symptome wie Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Gelenks- und Muskelschmerzen, Krämpfe, Erbrechen, Lichtscheu, Benommenheit, rasch ansteigendes Fieber und Schüttelfrost können auftreten – und zwar einzeln oder gemeinsam. Die Betroffenen haben subjektiv das Gefühl „schwer erkrankt“ zu sein. Typisch sind rote, punktförmige Flecken auf der Haut, die in rund siebzig Prozent der Fälle auftreten. (Glas-Test) Bei einem ernsthaften Verdacht auf eine Meningokokken-Krankheit muss sofort ein Arzt oder ein Spital aufgesucht werden! Nur eine spezielle Antibiotika-Behandlung kann – wenn überhaupt – Leben retten.

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Wie äußert sich die Krankheit bei kleinen Kindern?
Anfänglich ist mitunter nur hohes Fieber zu beobachten sowie eine Vorwölbung der Fontanellen - also der Einbuchtungen am Schädel von Neugeborenen. Folgende weiteren Symptome können bei infizierten Kleinstkindern einzeln oder gemeinsam auftreten: Fieber, Appetitlosigkeit oder Erbrechen; schrilles Schreien oder Wimmern; Angst, Berührungsempfindlichkeit, Nackensteifigkeit und ein starrer Gesichtsausdruck. Meist treten auch bei Kindern die typischen Hautflecken auf. Die Untersuchung der Haut des Kindes sollte unbedingt auch in der Nacht vorgenommen werden, wenn das Kind schläft. Wichtige Hinweise kann der Glas-Test liefern. Bitte gehen Sie mit dem Kind beim ersten Verdacht umgehend zu einem Kinderarzt oder ins Spital! Jede Minute zählt!

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Wie funktioniert der "Glas-Test"?
Drücken Sie ein durchsichtiges Trinkglas auf die roten Hautflecken. Anders als bei Masern oder Röteln verblassen diese Flecken bei einer Meningokokken-Krankheit auch unter Druck nicht: Sie bleiben also durch das Glas hindurch sichtbar. Sollten die Hautpunkte nicht "verschwinden", so ist das ein wichtiges Alarmsignal. Suchen Sie bitte unbedingt sofort einen Arzt oder ein Spital auf!

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